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Ausflug der Mittwochsfrauen nach Büdingen

Bild vergrößern - Ausflug der Mittwochsfrauen17 frohgelaunte Mittwochsfrauen waren am Samstag pünktlich zur Stelle und versammelten sich um die beiden Organisatorinnen Christa und Roswitha auf dem Paradeplatz. Ein Tietjen Bus erwartete uns, mit dem Chef höchstpersönlich am Steuer, die Koffer, wir und das jeweilige Mittwochsfrauengeschirr waren flugs verladen und so ganz nebenbei konnten wir Sven Haber noch ein Geburtstagsständchen „schmettern", der sich bei seiner Mama Christa für dieses Wochenende noch persönlich verabschieden wollte.

 

Der ausdrücklichen Aufforderung, kein Getränk  (vor allem keinen Sekt!), oder etwas Essbares mitzubringen, kamen wir - leicht irritiert - nach, natürlich ohne zu wissen, was uns so im Laufe des Vormittags noch geboten werden sollte.

 

Wie fast bei allen unseren Ausflügen wurden wir mit herzlichen Worten und einem „netten kleinen Umschlag" von Männe, dem ersten Mann an der Spitze des TV's, in das für uns noch völlig unbekannte Wochenende „entlassen". Und auch zu unserem Begrüßungs-Sekt kamen wir, denn Christa schenkte aus der Magnumflasche Sekt aus, die sie zum 60sten von Turnschwester Hilde bekommen hatte.

 

Na, dann kann's ja losgehen:

Erste Station war die Münzenburg, Wolfgang, der uns ja immer bestens ins rechte Fotolicht rückt, tat brav am Paradeplatz seine Pflicht, um dann für alle völlig unbemerkt mit vollgeladenem Pkw und entsprechendem Bollerwagen, da ja diese Ruine nicht mit dem Auto bis zum Eingang zu befahren ist, voraus zu eilen.

 

Bei bestem Sonnenwetter im herrlichen Grün unter alten Bäumen baute er für uns ein Bruncherlebnis erster Klasse auf. MünzenbergRoswitha und Christa hatten tags (oder nachts??) zuvor für alle nur denkbaren Köstlichkeiten gesorgt, ob herzhaft, süß, gesund und geschmacksintensiv bis zum Dessert,  nebst Kaffee und unserem heißgeliebten Sekt, wir atmeten erleichtert auf und gaben uns ganz dem Genuss des wunderbaren Frühstücks hin... Natürlich war auch an die entsprechend festliche Deko im Burghof gedacht, es fehlte einfach nichts....


So gestärkt erklommen wir die Burg, damit Wolfgang das Treppenbild mit Damen festhalten konnte. (Ganz Mutige schafften die vielen Stufen bis zur herrlichen Rundumaussicht über das Gießener Land). Anschließend wurden alle Reste, natürlich auch der angefallene Restmüll in den Bollerwagen verfrachtet, Wolfgang gab alles, auch wenn es zu einem kleinen „Kipper" des Gefährts beim Abtransport kam, er behielt die Nerven und schickte uns mit einem Küsschen auf die weitere Reise. Wolfgang, wir danken dir ganz speziell hierfür! Habers - immer für eine Überraschung gut!

 

Unser vorläufiges Ziel des Tages hieß: Büdingen. Diesen Namen galt es per Rätsel im Bus zu lösen, aus  8 vorgegebenen Wörtern wurde durch kniffeliges Austauschen einiger Buchstaben so langsam unser Wochenendziel erkennbar, war ganz schön hart, habt ihr euch aber fein ausgedacht, liebe Roswitha, liebe Christa.

 

Fürstlich im „Fürstenhof" untergebracht, direkt an der alten Stadtmauer Büdingens, trafen wir dann auf unsere kompetente nette Stadtführerin, die uns erst einmal ein ordentliches Grundwissen mit Halt an verschiedenen Stationen in der alten Fachwerkstadt vermittelte. Christa hatte uns schon im Bus über die „Froschgeschichte von Büdingen" aufgeklärt, diesem Tierchen begegnet man immer wieder bei einem Bummel durch die Stadt.

 

Es nahte so langsam das nächste Highlight des Tages, wir waren auf einem Schloss zu Gast und wurden im Vorfeld schon zu einer entsprechend stilechten Abendkleidung angehalten, wenn möglich mit Hut oder ähnlich elegantem Accessoire. Immer wieder erstaunlich, wie wandlungsfähig Mittwochsfrauen sein können. Hauptsache schick, das konnten wir bieten, als wir uns dann vor dem Hotel zum Gang ins Schloss Büdingen trafen .

 

Beim Krimidinner „Ein Leichenschmaus" nahmen wir an einer leicht gruselig, dämmrig dekorierten Tafel mit den dazu gehörenden Spinnweben und flackerndem Kerzenlicht Platz, ganz wie man es sich in einem alten Schloss so vorstellt. Die Handlung, unterbrochen von einem hervorragenden 4-Gang Menü, verwirrte erst einmal gekonnt, bis sich so langsam dann der Täter im Verlaufe des amüsanten Abends herausschälte. Publikum und Schauspieler hatten sehr viel Spaß..

 

... und das Essen war vorzüglich! Man konnte nur staunen, wie der Catering Service mit 3 ausgesprochen flinken und freundlichen jungen Damen seine Gäste verwöhnte und mehr als zufrieden stellte. ... und wir wurden zu Preisträgern.  Das Hallo war groß, als unsere Gruppe „der Haber-Clan - die Kusinen vom Festland" beim Kostümwettbewerb den 3. Platz belegte.

50er Jahre Museum in Büdingen

Diesen Gaumen- und Augengenuss ließen wir dann noch mit einem kleinen Absacker im Hotel genüsslich ausklingen und rollten uns zufrieden in unsere Kissen, was würde uns denn morgen noch so erwarten??


Christa und Roswitha sprachen beim Organisieren ja von einer Zeitreise und die traten wir nun wirklich am Sonntagmorgen an. Im „50iger Jahre Museum" von Büdingen tauchten wir ein in unsere Kinder- und Teenagerzeit, es war einfach herrlich, was dieses Haus an Schätzen aus den 50er, 60er und 70er Jahren aufbewahrt und zu bieten hatte. Immer wieder hörte man aus den verschiedenen Räumen  „ ja genau, wie früher bei uns .... das hatten wir auch," bis hin zur stilechten Musik aus der alten „Wurlitzer", die man noch mit der guten alten DM zum Klingen bringen konnte. Fein ausgewählte Songs, wie z.B. „Heißer Sand" oder „Marmor, Stein und Eisen" - man kannte natürlich noch jede Textstelle... Ob Küche, Wohn- oder Jugendzimmer, ein alter Tante Emma Laden, Frisör, eine Original Milchbar und vieles mehr, es tat richtig gut sich zu erinnern...

 

Aber irgendwann mussten wir uns lösen und weiter fahren. Der Bus, der uns am Samstag ausgeladen hatte, sammelte uns dann wieder ein und brachte uns zum Gederner Schloss, wo wir im sehr noblen Schloss Hotel fürstlich und edel den Kaffee mit feinstem Kuchen zu uns nahmen.

 

Eine wunderbare Schlossanlage, die leider durch das etwas feuchtere und kühlere Wetter nicht zum Verweilen an diesem Sonntag einlud; man konnte aber erahnen, wie fürstlich es sich dort leben lässt... vielleicht  ist es auch dem Einen oder Anderen bekannt, dass sich dort die überregional bekannte Erlebnis-Kochschule befindet.

 

Wir waren aber für ein anderes Erlebnis angemeldet: In  der Manufaktur für feine Badkultur im Schloss, der Gederner Seifensiederei, konnten wir den Weg vom Pflanzenöl zur fertigen, handgemachten Seife erleben, erfühlen und erschnuppern. Im kleinen angrenzenden geschmackvollen Verkaufsraum gab es für  jede Mittwochsfrau die Gelegenheit, für sich selbst oder die Lieben daheim das Passende für die Hautpflege mitzunehmen.

Seifensiederei in Gedern

Wieder ein Stückchen reicher an Wissen, wie man mit sich umgehen sollte, verließen wir diesen reinlichen Ort und bestiegen wieder unseren gemütlichen Bus.

 

Ein kurzer Stopp in luftiger Höhe, auf dem Hoherodskopf, mit einem Wahnsinnsausblick, ließ uns so eben mal an den bevorstehenden Winter denken, bei milderem Klima lädt dieses Plateau aber mit Sicherheit zu einem längeren, unvergesslichen Rundblick ein, bei entsprechenden Temperaturen hätte uns die Rodelbahn schon gereizt....  Aber man kann ja wieder kommen!

 

So langsam meldete sich wieder der Hunger an, aber Christa und Roswitha hatten natürlich schon wieder vorgesorgt, im Bus bereits die „Burgschmauskarte" von der Badenburg verteilt,  mit deftigen und überdimensional bestückten  Tellern, Schippen oder Holzbrettern, wer da  noch hungrig blieb, war selbst schuld...

 

Ein wunderbares Septemberwochenende ging zu Ende, zufrieden und reich gefüllt mit Wissen um Dinge, die man bisher noch nicht wusste, Ziele, die man noch nicht erkundet hatte und dankbar für das Umsorgen und Kümmern unserer beiden Turnschwestern Christa und Roswitha, erreichten wir den „Heimathafen".

 

Natürlich haben wir bereits für die nächste Besetzung in 2012 gesorgt. Ganz freiwillig werden diesmal Elke II und Brunhilde unsere „Betreuerinnen" sein, wir freuen uns schon.

7. November 2011

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